Gabor Steingart

Zur Person

Gabor Steingart

Steingart während der Handelsblatt-Redaktions-konferenz

Steingart während der Handelsblatt-Redaktions-konferenz

Gabor Steingart, 48, begann am 1. April 2010 seine Arbeit als Chefredakteur des Handelsblatts. Die in Düsseldorf erscheinende Wirtschafts- und Finanzzeitung erreicht werktäglich rund 500.000 Leserinnen und Leser, die Online-Ausgabe Handelsblatt.com weitere rund 250.000 Nutzer. Seit Januar 2011 ist das Handelsblatt auch auf dem iPad vertreten: “Handelsblatt First” ist ein exklusiver News-Service, der die Leserinnen und Leser 24 Stunden an sieben Tagen mit dem aktuellen Geschehen aus der Welt der Wirtschaft beliefert. Die Verlagsgruppe “Handelsblatt” gehört dem Verleger Dieter von Holtzbrinck.

spiegel_cover_reformen Zuvor hat Steingart 20 Jahre für den “Spiegel” gearbeitet. Er stieß als 28-Jähriger zu dem Hamburger Nachrichtenmagazin. Seine dortige Arbeit begann er im Leipzig der Wendezeit, bevor er als Wirtschaftskorrespondent nach Bonn wechselte. Anschließend war er sechs Jahre lang Ressortleiter Wirtschaft in Hamburg. Danach leitete er sechs Jahre das Hauptstadtbüro des “Spiegel” in Berlin. Im Sommer 2007, zu Beginn des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfes Barack Obama gegen John McCain, wechselte er als Büroleiter nach Washington.

Steingart hat bisher fünf Bücher veröffentlicht, vier davon schafften es in die “Spiegel” Bestsellerliste. Nach Veröffentlichung von „Deutschland – der Abstieg eines Superstars“ im Frühjahr 2004 wurde Steingart zum „Wirtschaftsjournalist des Jahres“ gewählt. Das Buch lieferte die Idee für den ZDF-Dreiteiler „Der Fall Deutschland“, der im Jahr 2006 den Deutschen Fernsehpreis gewann.

weltkrieg-um-wohlstand Das im Frühjahr des selben Jahren veröffentlichte Globalisierungsbuch „Weltkrieg um Wohlstand“ erschien in mittlerweile 20 Staaten, darunter in China, den Arabischen Emiraten und in überarbeiteter Fassung 2008 in den USA. Ex-Außenminister Henry Kissinger nannte es einen „Realitätscheck für Amerika, präzise und packend geschrieben“. Der ehemalige Stellvertreter von US-Außenministerin Madeline Albright und heutige Präsident der Brookings Institution, Strobe Talbott, urteilte: “Globalisierung, das Kennwort unserer Zeit, schreit nach Neudefinition und frischer Analyse. Steingart liefert das.” Für die “Spiegel”-Titelgeschichte zum Buch wurde Steingart im Beisein des Altbundeskanzlers mit dem Helmut Schmidt-Journalistenpreis 2007 ausgezeichnet. Die Jury meinte: “Steingart setzt Themen gegen die Oberflächlichkeit”. Unter dem Titel “Das Ende der Normalität. Abschied von unserem Leben, wie es früher war” erschien im März 2011 als Steingarts 6. Buch.

Gabor Steingart ist Sohn eines politischen Flüchtlings aus Ungarn und einer Berlinerin, geboren wurde er in Berlin-Kreuzberg, wo er seine ersten Lebensjahre verbrachte. An der Marburger Philipps-Universität und der Freien Universität Berlin studierte er Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre. Nach dem Abschluss des Studiums besuchte er die Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalismus in Düsseldorf. Für den Stuttgarter Familien-Konzern arbeitete er zunächst in New York bei der Finanzzeitschrift “Corporate Finance”, bevor er Reporter der in Düsseldorf erscheinenden “Wirtschaftswoche” wurde. 1990 wechselte er zum “Spiegel”. Gabor Steingart lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Düsseldorf.

>> weiter zur Fotogalerie

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.