Das Ende der Normalität

Nachruf auf unser Leben, wie es bisher war

von Gabor Steingart
Gebunden, 224 Seiten
März 2011
Piper Verlag
ISBN-13: 978-3492054591

Inhalt

Früher war nicht alles besser, aber vieles verlässlicher. Die Welt drehte sich, aber sie rotierte nicht ständig. Heute ist die Treue zur Automarke größer als die zum Ehepartner, aus dem Beruf wurde ein Job, bei Kirche denkt niemand mehr an Enthaltsamkeit. Heute ist selbst das Wort Zukunft dabei, seinen guten Ruf zu ruinieren. Normalität bedeutete das Verlässliche in der Gesellschaft. Es war jene Zeit, als Familie noch lebenslange Schicksalgemeinschaft bedeutete und sich nicht ein- und ausschalten ließ wie ein Pay-TV-Programm. Damals begann nach der Ausbildung der »Ernst des Lebens« und nicht das nächste Praktikum. Es war jene Zeit, als man drei Freunde im Café traf und nicht 500 Freunde auf Facebook. Damals bekamen Banker noch einen Schreck, wenn sie das Wort Risiko hörten, und nicht – wie ihre Nachfahren – einen Erregungszustand. Das Kennzeichen unserer Zeit ist das Verschwinden der vielen Selbstverständlichkeiten. Millionen von Menschen spüren die Überforderung: Jedes Mal, wenn man alle Antworten gelernt hat, wechseln die Fragen. Dennoch muss der Gezeitenwechsel kein Drama sein, sagt Steingart. Das Gefühl der Fremdheit und die Vorfreude auf ein Leben, das anders sein wird als unser bisheriges, schließen sich nicht aus. Steingart berichtet in seinem schwungvollen Essay von dem, was geht, was bleibt und was kommt.

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