Die Kolumne von Gabor Steingart erschien vom Sommer 2007 bis zum Januar 2010 auf Spiegel Online. Benannt ist sie nach dem Westflügel des Weißen Hauses, hier regiert im Oval Office der amerikanische Präsident. Wenn im West Wing Entscheidungen fallen, hat das oft Folgen weit über die USA hinaus. Es sind diese Zusammenhänge, die Steingart – hier im Rosengarten des Weißen Hauses – in seinen Kommentaren bewertet hat.
Ein Jahr Obama – vom 19.01.2010
Der einsame Präsident
Barack Obamas Magie wirkt nicht mehr. Seine Anhänger, die dem Versprechen von Hope und Change geglaubt haben, sind desillusioniert: Der Präsident hat es in seinem ersten Jahr nicht geschafft, die Wirklichkeit der USA zu verändern. Heute erregt er statt Begeisterung ein anderes Gefühl – Mitleid.
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Friedensnobelpreis für Obama – vom 10.12.2009
Falscher Preis zur falschen Zeit
Selten hat ein Staatsmann so klug über Krieg und Frieden gesprochen wie Barack Obama in Oslo. Die Verleihung des Friedensnobelpreises an den US-Präsidenten könnte sich dennoch als Fehler erweisen. Verdient haben die Auszeichnung in Wahrheit andere – vorneweg ein deutscher Kanzler.
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Der neue Westerwelle – vom 06.11.2009
Goodbye Guido
Ein ganz anderer Westerwelle zu Gast bei Hillary Clinton: Der Antrittsbesuch des neuen Außenministers im Weißen Haus und im State Department war in Wahrheit ein Abschiedsbesuch.
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Nobelpreis für Obama – vom 12.10.2009
Friedensbote im Dauerkrieg
Das Nobelpreiskomitee hat nicht Barack Obama ausgezeichnet – das Gremium in Oslo belohnte die weltweite Sehnsucht nach Frieden. Die kann Obama unmöglich erfüllen, zumindest nicht friedlich. Denn der “permanente Krieg” gegen Drogen, Mafiosi und Terroristen ist Teil unserer modernen Wirklichkeit.
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Gesundheitsversorgung für alle – vom 18.08.2009
Obama frisiert Finanzplan seiner Mega-Reform
Die Bürger zürnen ihrem Präsidenten: Der oberste Gesundheitsreformer der USA, Barack Obama, trifft auf Widerstand im Kongress und Wut auf der Straße. Im Kampf für sein Projekt hat er sich in einem Netz kleinerer und größerer Unwahrheiten verfangen – und spielt so seinen Gegnern in die Hände.
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Merkel-Besuch bei Obama – vom 25.06.2009
Der Irrweg des Schuldenpräsidenten
Barack Obama will die Wirtschaft stimulieren und beschleunigt so Amerikas Abstieg. Die benötigten Milliarden werden nicht geliehen, sondern gedruckt. Kanzlerin Merkel sollte bei ihrem Washington-Besuch das tun, was Vorgänger Schröder im Irak-Krieg getan hat: Nein zum Irrweg der US-Regierung sagen.
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Obamas 100-Tage-Bilanz – vom 29.04.2009
Der teuerste Präsident seit 1945
Kampf gegen die Wirtschaftskrise, Ende der CIA-Folter, mehr Truppen nach Afghanistan: Die ersten 100 Tage des neuen US-Präsidenten waren teuer, glamourös und oft widersprüchlich. Barack Obama hat bei seinem Blitzstart vieles richtig gemacht – aber zwei grobe Fehler begangen.
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Bürgernaher Präsident – vom 10.02.2009
Was Deutschland von Obama lernen kann
Er macht sich selbst klein, um die Bürger groß zu machen: Barack Obama fliegt in ein Örtchen in Indiana, in einer Turnhalle stellt er sich den kritischen Bürgern – ohne Moderator, ohne falschen Stolz. So verändert er die politische Kultur. Hoffentlich nicht nur in Amerika.
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Obamas Amtseinführung – vom 21.01.2009
Das neue Amerika-Gefühl
Die Vereinigten Staaten vibrieren wieder. Der neue Präsident hat seine Landsleute wachgeküsst. Auch im Ausland bewundert man Barack Obama. Aber folgt man ihm auch?
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Detroits Niedergang – vom 12.12.2008
Verknöchert, verbohrt, verloren
Der Staat lenkt, der Bürger zahlt: So hatten sich GM, Chrysler und Ford die Zukunft vorgestellt. Doch der US-Senat spielte nicht mit – zu Recht. Den einstigen Autogiganten fehlt nicht nur Geld, sondern vor allem Seele. Nur eines kann Detroit vor dem Untergang retten: das Prinzip Bill Gates.
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Weltfinanzgipfel – vom 17.11.2008
Steinbrücks ungehaltene Rede
Beim Finanzgipfel in Washington ging die Staatengemeinschaft unangemessen höflich mit der Krisen-Supermacht USA um: Die Ursachenforschung fiel aus. Nur einer war erfrischend widerborstig: Peer Steinbrück.
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Finanzdebakel – vom 06.10.2008
Weltkrisen sind Chefsache, basta!
Globale Finanzkrise? Die Bundesregierung wirkt derart unbeholfen, dass man sich nach kompetenter Führung sehnt. Ein Kanzler wie Helmut Schmidt, glaubt
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Obama-Rede in Denver – vom 29.08.2008
Der Showpolitiker macht Ernst
In Denver gab es den neuen Obama: Mit seiner Rede vor dem demokratischen Parteitag hat sich der Prediger zum Politiker gewandelt – Gott sei dank. Es war der überzeugendste Barack Obama, den die Amerikaner je erleben durften.
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Rennen ums Weiße Haus – vom 25.08.2008
Obamas Wahlkampf spaltet Demokraten
Die Konservativen muss Barack Obama derzeit weniger fürchten als seine eigene Partei: Bis jetzt hat der Senator es versäumt, alle Demokraten von seinen präsidialen Fähigkeiten zu überzeugen. Dabei sind die Clinton-Anhänger noch seine harmlosesten Gegner.
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West Wing – vom 18.08.2008
Von Kennedy lernen
Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin wird derzeit oft mit Stalin und Hitler verglichen – zu Unrecht. In Wahrheit ist er ein russischer Kennedy. Und Putins Kuba heißt Georgien.
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West Wing – vom 25.07.2008
Vernünftige Zauberei
Die Berliner Rede des Barack Obama war ein Meisterstück politischer Verzauberungskunst – er versprach, die Wunden der Welt zu heilen. Doch auf die wirklich drängenden Fragen lieferte er keine Antworten. Auch weil er wohl fürchtet, die Romantiker könnten es ihm verübeln.
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Wirtschaftskrise – vom 25.06.2008
Währungsfonds durchleuchtet US-Finanzsystem
Demütigung für Mr. Dollar: US-Notenbankchef Ben Bernanke muss sich eine Generaluntersuchung durch den Internationalen Währungsfonds gefallen lassen. Das gesamte Finanzsystem des Landes wird auf seine Tauglichkeit überprüft – ein für die USA einmaliger Vorgang
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West Wing – vom 03.06.2008
In der kleinen Welt des Dick Cheney
Nur ein Politiker ist unbeliebter als US-Präsident Bush: sein Vize Dick Cheney. Ein Mittagessen im National Press Club sollte den wahren Cheney zeigen – was auch gelang. Szenen einer Selbstbezichtigung.
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West Wing – vom 26.05.2008
Die Supermacht soll Soft Power werden
In den USA zeichnet sich eine außenpolitische Wende ab: Nach den Exzessen der Neokonservativen setzen John McCain und Barack Obama auf internationale Kooperation und eine Rückkehr zur Diplomatie – auch gegenüber Schurkenstaaten. Das neue Zauberwort heißt Soft Power.
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Konservative Maskerade – vom 19.05.2008
Dekolleté statt Kampfanzug
Washington, London, Berlin: In den Zentren der westlichen Welt hat ein politischer Wandel eingesetzt, der die Koordinaten nach links verschiebt. Als besonders anpassungsfähig erweisen sich ausgerechnet die Konservativen – mit ihrem Versprechen, Unvermeidbares sanft zu moderieren.
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Vorwahlkampf – vom 13.05.2008
Der Selbstverrat der US-Medien
Die US-Vorwahlen nähern sich endlich einer Entscheidung. Zeit für eine Abrechnung – mit den Journalisten: Sie hatten im Kandidatenpoker eine ebenso wichtige wie verhängnisvolle Rolle.
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US-Präsidentschaftsbewerber – vom 28.04.2008
Obama – der Unvermeidbare
Alles in Schwarz-Weiß: Im Rennen der demokratischen US-Präsidentschaftsbewerber entpuppt sich die Rassenfrage als entscheidendes Kriterium. Eigentlich haben die Parteifunktionäre keine andere Wahl mehr, als Obama zu wählen. Ein Votum gegen ihn hätte schwerwiegende Folgen.
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Kommentar – vom 23.04.2008
Demokraten riskieren politischen Exitus
Sie können sich einfach nicht entscheiden: Mit ihrem Votum von Pennsylvania verweigern die demokratischen Wähler Barack Obama den Sieg und ersparen Hillary Clinton die Niederlage. Nun müssen die Super-Delegierten einen politischen Mord begehen.
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Weltfinanzkrise – vom 14.04.2008
Das Kreditvirus killt den Konsum
Dollar im Sinkflug, Handelsbilanz im roten Bereich, Rezession am Horizont: Der “American Way of Life” ist ernsthaft in Gefahr. Doch die Notenbankpräsidenten und Finanzminister der G-7-Staaten reden lieber nicht darüber – man kritisiert sich ja nicht gegenseitig.
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Condoleezza Rice – vom 09.04.2008
Schwarz, weiblich, mutig – und eine Geheimwaffe für McCain?
Wenn zwei sich streiten, gewinnt womöglich die Vierte: Das zunehmend härter ausgetragene Duell der demokratischen Präsidentschaftsbewerber eröffnet gute Chancen für eine der großen Begabungen der US-Politik – Condoleezza Rice. Sie könnte als McCains Vize an den Start gehen.
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Kampf ums Weiße Haus – vom 01.04.2008
Warum Amerikaner nie wählen, was sie wirklich wollen
Wähler in den USA sind widersprüchliche Wesen: Sie geben sich sozial – und sind doch geizig. Sie fühlen links – und wählen oft rechts. Da haben nur zwei Politikertypen Aussicht auf Erfolg: Republikaner, die Kreide fressen. Oder Demokraten, die sich selbst verleugnen.
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Sexy Primaries – vom 17.03.2008
Hinterm Handtuch tobt die Lust
Erotische Eskapaden in beiden Parteien: Die Enthüllungen im US-Vorwahlkampf sind für die Betroffenen peinlich, für die Wähler ein Segen. Denn gnadenlos wird ein besonders nerviger Politikertypus entlarvt: der Scheinheilige, der seine Tugend nur spielt.
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Clinton-Obama-Duell – vom 11.03.2008
Tod durch Triumph
Wie lange noch? Der brutale Zweikampf von Hillary Clinton und Barack Obama gefährdet die Siegeschancen der Demokraten bei der Präsidentschaftswahl. Das Parteiestablishment wird unruhig – die Chancen für einen Frieden am Verhandlungstisch steigen.
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Kampf gegen Clinton – vom 05.03.2008
Das andere Gesicht des Barack Obama
Hillary Clinton ist eine Stehauf-Frau: Mit dem Dreifach-Sieg der vergangenen Nacht hat die heiße Phase im Vorwahlkampf erst so richtig begonnen. Über ihrem Herausforderer ziehen dunkle Wolken auf.
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West Wing – vom 26.02.2008
Wo ist der deutsche Barack Obama?
Die Parteien in den USA wählen in einem urdemokratischen Spektakel ihre Spitzenkandidaten und erlauben so den Aufstieg von Barack Obama – Deutschland schaut fasziniert zu. Was dort auf offener Bühne ausgetragen wird, findet hier im Hinterzimmer statt. Muss das so bleiben?
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West-Wing – vom 18.02.2008
Wenn die Obama-Blase platzt
Barack Obama erfüllt amerikanische Sehnsüchte: Der demokratische Präsidentschaftsbewerber verzaubert seine Anhänger mit Heilsversprechen, der Vision einer neuen Welt. Doch er wird die Wähler enttäuschen, wenn er je ins Weiße Haus einzieht.
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West Wing – vom 12.02.2008
Wer solche Feinde hat, braucht keine Freunde
Der 71-jährige John McCain ist vom Außenseiter zum ernstzunehmenden Präsidentschaftsanwärter aufgestiegen. Diesen Aufstieg verdankt er vor allem seinen Feinden – und den Demokraten.
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Clintons Super-Tuesday-Sieg – vom 06.02.2008
Mr. Modern gegen Mrs. Mitte
Hillary Clinton hat am Super Tuesday einen Arbeitssieg errungen – der eines zeigt: Barack Obama hat die Mitte der US-Gesellschaft noch nicht erreicht. Stars wie Robert de Niro stimmen für ihn. Doch Durchschnittsbürger wählen Realitätssinn und nicht die große Versprechung.
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US-Wahlkampf – vom 05.02.2008
Der lachende Dritte
Das demokratische Dauerduell zwischen Hillary Clinton und Barack Obama fasziniert die eigenen Anhänger und gefährdet den demokratischen Wahlsieg im November. Wenn zwei sich streiten, gewinnt oft der Dritte – weshalb der 44. Präsident der USA John McCain heißen könnte.
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Polit-Strategien – vom 28.01.2008
Die drei Mythen des US-Wahlkampfes
“Change” ist das Modewort des US-Wahlkampfs. Nach dem Publikumserfolg von Barack Obama wollen nun die Bewerber aller Parteien für den Wechsel sorgen. Dabei stellen sie Dinge zur Disposition, die eigentlich unantastbar sind – zum Beispiel die amerikanische Verfassung.
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Wahlkampf in den USA – vom 21.01.2008
Das Ende der Obama-Revolution
Die Euphorie ist verflogen: In den Vorwahlen von New Hampshire und Nevada wurde Barack Obama vom Superstar zum Kandidaten geschrumpft. Ausgerechnet bei den drei wichtigsten Gruppen der Gesellschaft – Frauen, Älteren und einfachen Arbeitnehmern – zieht seine Botschaft nicht.
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Kommentar – vom 09.01.2008
Lohn der Tränen
Die Obama-Revolution ist in New Hampshire ausgefallen. Die demokratischen Wähler misstrauten der emotionalen Wechsel-Rhetorik des schwarzen Shooting-Stars. Der Winterkönig von Iowa muss die Krone an die Vernunftpolitikerin Hillary Clinton abgeben.
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Sieger Obama – vom 04.01.2008
Der Winterkönig von Iowa
Es war einmal ein junger, schwarzer Bewerber, der Präsident werden wollte – und die Vorwahlen in Iowa gewann. Barack Obamas Story klingt wie ein Märchen, und man würde es gern glauben. Doch im nächsten Kapitel wird der edle Ritter wohl entzaubert werden.
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Irak, Afghanistan, Pakistan – vom 28.12.2007
2007 – ein Desaster für den Westen
Der Irak am Abgrund, Taliban-Offensive in Afghanistan – jetzt der Todesschuss auf die pakistanische Oppositionsführerin Bhutto: Für die westlichen Demokratien ist 2007 ein Jahr der Fehlschläge und Enttäuschungen. Drei Lektionen.
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West Wing – vom 17.12.2007
Ruf nach Leadership
Im Schlussspurt zu den amerikanischen Vorwahlen dreht sich alles um die Führungsqualitäten der Präsidentschaftsbewerber. Sie müssen nicht beliebt sein. Die Wähler erwarten vielmehr Erfahrung, Härte und Pragmatismus.
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West Wing – vom 10.12.2007
Das Ende der Globalisierung?
In den USA bahnt sich ein historischer Richtungswechsel in der Wirtschaftspolitik an: Der Freihandelsgedanke, Grundlage der heutigen Globalisierung, überzeugt nur noch eine Minderheit. An der Spitze der Skeptiker marschieren die Präsidentschaftsbewerber Hillary Clinton und Mike Huckabee.
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Persönlichkeiten im US-Wahlkampf – vom 03.12.2007
Shopping Mall der Visionen
Die amerikanische Zwei-Parteien-Demokratie bietet eine deutlich interessantere Auswahl als das deutsche Vielparteien-System. Der Grund: Die grauen Gesellen der Gremienpolitik sind entmachtet. Im Mittelpunkt steht die politische Persönlichkeit – und zuweilen auch der Paradiesvogel.
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West Wing – vom 26.11.2007
Supermacht der schlechten Laune
Im Heimatland des Optimismus wächst der Frust. Irak-Feldzug, Dollarschwäche und das Ergrauen der Babyboomer vermiesen den Amerikanern die Stimmung. Paradox: Die Wähler wünschen sich den Wechsel – aber ohne wirkliche Veränderung.
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West Wing – vom 19.11.2007
Wie gefährlich ist Amerika?
Helmut Schmidt, der als Bundeskanzler die Nachrüstung der Amerikaner gegen die Sowjets initiierte, findet das heutige Russland weniger gefährlich als das heutige Amerika. Das verwundert – und provoziert. Ein Widerspruch von Gabor Steingart
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West Wing – vom 05.11.2007
Comeback des Kriegspräsidenten
In einem Jahr wählen die USA seinen Nachfolger – aber eine “lame duck” ist George W. Bush deshalb nicht. Als Kriegspräsident dominiert er die politische Agenda und legt das Land auf eine aggressive Außenpolitik fest. Deren Wirkung dürfte weit über seine Amtszeit hinausreichen.
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West Wing – vom 22.10.2007
Danke, dass Sie mich nicht mögen
Zu liberal, zu modern, nicht christlich genug: Die religiöse Rechte in Amerika verweigert dem ehemaligen New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani demonstrativ die Gefolgschaft. Ein größeres Glück hätte dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten kaum passieren können.
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USA – vom 15.10.2007
Gelingt Gore die Gegenrevolution?
Der Friedensnobelpreis für Al Gore hat die Ausgangslage für den US-Wahlkampf verändert. Alle Bewerber müssen nun ergrünen – auch die Konservativen. Gores Ambitionen aber reichen weiter: Nach Jahren der neokonservativen Herrschaft könnte er zum Anführer der Gegenrevolution werden.
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Spenden im US-Wahlkampf – vom 08.10.2007
Big Business for President
Die US-Präsidentschaftskandidaten haben kaum Zeit für ihr Volk. Sie sind auf der Jagd nach Spendergeld und versuchen, Mitfluggelegenheiten in Firmenjets zu erhaschen. Allein das Einsammeln der Spenden verschlingt Millionen. Die Hälfte der Kandidaten im Rennen ums Weiße Haus ist bereits pleite.
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West Wing – vom 02.10.2007
Bushs hoffnungslose Erben
Das konservative Zeitalter geht in den USA zu Ende: Der Präsident ist angeschlagen, die republikanischen Bewerber wirken zwergenhaft. Im Zeitalter der Globalisierung fühlt sich vor allem die Mittelklasse von den Rechten im Stich gelassen. Haben die Konservativen die neue Zeit nicht verstanden?
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West Wing – vom 24.09.2007
Goodbye George!
Abenddämmerung im Weißen Haus: Erst verließen ihn die Wähler, nun laufen dem Präsidenten die Freunde davon. Gott sei Dank, sagt der konservative Vordenker Newt Gingrich. Nur der Bruch mit Bush könne den Republikanern die Macht sichern.
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