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	<title>Gabor Steingart</title>
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	<description>Website und Blog des Journalisten und Buchautors Gabor Steingart.</description>
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		<title>Amerika: Time to say Good-bye</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Apr 2010 08:58:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gabor Steingart</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Montag, den 29. März 2010
Heute ist der Abend des Abschieds gekommen. Wir laden gute Freunde und Wegbegleiter zu einer „Farewell Reception“. Unter den Gästen befindet sich der Deutsche Botschafter in Amerika, Dr. Klaus Scharioth, Stephan von Stenglin aus dem Vorstand des Weltwährungsfonds, der Finanzchef der US-Army unter George W. Bush, Peter Kunckel,  und John [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.gaborsteingart.com/wp-content/uploads/klaus_scharioth.jpg" alt="klaus_scharioth" title="klaus_scharioth" width="200" height="267" class="alignleft size-full wp-image-3118" /><span style="font-family:Georgia,'Times New Roman',Times,serif;color:#AC000B;font-weight:bold;">Montag, den 29. März 2010</span><br />
Heute ist der Abend des Abschieds gekommen. Wir laden gute Freunde und Wegbegleiter zu einer „Farewell Reception“. Unter den Gästen befindet sich der Deutsche Botschafter in Amerika, Dr. Klaus Scharioth, Stephan von Stenglin aus dem Vorstand des Weltwährungsfonds, der Finanzchef der US-Army unter George W. Bush, Peter Kunckel,  und John Rogers aus dem State Department, der demnächst als Experte für Wirtschaftsfragen in die US-Botschaft nach Berlin wechselt. Aber auch zahlreiche journalistische Wegbegleiter haben den Weg in die M-Street-Bar „MeAndYou“ gefunden: Darunter mein Freund und Vorbild Peter Ross-Range, der einst als Time Magazine Korrespondent in Berlin dabei war als Benno Ohnesorg erschossen wurde und später dann aus dem umkämpften Vietnam berichtete.</p>
<p><img src="http://www.gaborsteingart.com/wp-content/uploads/ross-range-thumb.jpg" alt="ross-range-thumb" title="ross-range-thumb" width="200" height="257" class="alignleft size-full wp-image-3113" />Es wird höchste Zeit, das die Steingart Familie das Land verlässt, sage ich in meiner kurzen Abschiedsrede. Die Amerikanisierung der Familie sei bereits weit fortgeschritten. Der jüngste Sohn besitzt nicht mal einen deutschen Pass, die älteste Tochter singe schon am Frühstückstisch „This Land is my Land“ und die mittlere Tochter gibt in der Schule als Berufswunsch an, sie wolle Soldatin werden. Nur die Eltern tun sich zuweilen schwer mit dem Gastland, zum Beispiel seinen Waffengesetzen.<br />
Die Spiegel-Redaktion in Berlin hatte meiner Frau Andrea und mir vor drei Jahren zum Abschied einen Schiesskurs in Virgina geschenkt, „Waffe und Munition eingeschlossen“. Der Gutschein blieb hinter Glas, Andrea reichte ihn nun an meinen Nachfolger in Washington weiter, mit der Bitte davon keinen Gebrauch zu machen. Möge dem Schiesskurs ein Leben als „Wanderpokal“ von Spiegel-Korrespondent zur Spiegel-Korrepondent beschieden sein. Ich wünsche Markus Feldenkirchen allen erdenklichen Erfolg als neuer Bürochef. </p>
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		<title>Durchbruch für die Gesundsheitsreform: Endlich</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Apr 2010 08:49:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gabor Steingart</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Sonntag 21. März 2010
Heute ist ein glücklicher Tag für Amerika. Die grosse Gesundheitsreform fand eine Mehrheit im Kongress. Die über 30 Millionen Menschen, die bisher ohne Gesundheitsversicherung lebten, werden künftig gegen die grossen Krankheistrisiken abgesichert sein. Viele von ihnen werden zum ersten Mal einen Arzt sehen. Rund 130 Jahre nach Gründung des deutschen Gesundheitssystems unternimmt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.gaborsteingart.com/wp-content/uploads/obama_BM_Berlin_Sha_861111g.jpg" alt="obama_BM_Berlin_Sha_861111g" title="obama_BM_Berlin_Sha_861111g" width="200" height="133" class="alignleft size-full wp-image-3107" /><span style="font-family:Georgia,'Times New Roman',Times,serif;color:#AC000B;font-weight:bold;">Sonntag 21. März 2010</span><br />
Heute ist ein glücklicher Tag für Amerika. Die grosse Gesundheitsreform fand eine Mehrheit im Kongress. Die über 30 Millionen Menschen, die bisher ohne Gesundheitsversicherung lebten, werden künftig gegen die grossen Krankheistrisiken abgesichert sein. Viele von ihnen werden zum ersten Mal einen Arzt sehen. Rund 130 Jahre nach Gründung des deutschen Gesundheitssystems unternimmt nun auch das Kernland des Kapitalismus diesen Schritt in Richtung mehr Menschlichkeit. Präsident Obama wird damit in die Geschichtsbücher eingehen. Aber die politischen Risiken des Triumphes sind auch nicht zu übersehen. Ich schreibe dazu einen Radio-Kommentar für den NDR. </p>
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		<title>Das neue Handelsblatt schläft nicht mehr</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Apr 2010 08:30:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gabor Steingart</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Mittwoch, den 10. März 2010
Im Interview mit Oliver Trenkamp vom Medium-Magazin sprechen wir über meinen Abschied vom &#8220;Spiegel&#8221; und die Pläne für das &#8220;Handelsblatt&#8221;.


]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family:Georgia,'Times New Roman',Times,serif;color:#AC000B;font-weight:bold;">Mittwoch, den 10. März 2010</span><br />
Im Interview mit Oliver Trenkamp vom Medium-Magazin sprechen wir über meinen Abschied vom &#8220;Spiegel&#8221; und die Pläne für das &#8220;Handelsblatt&#8221;.<br />
<a href="http://www.gaborsteingart.com/wp-content/uploads/scrnshot_handelsblatt1.jpg" rel="lightbox[3121]"><br />
<img src="http://www.gaborsteingart.com/wp-content/uploads/scrnshot_handelsblatt1-452x600.jpg" alt="scrnshot_handelsblatt" title="scrnshot_handelsblatt" width="452" height="600" class="alignleft size-medium wp-image-3123" /></a></p>
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		<title>Mitt Romney: Frontrunner  und Langweiler</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Apr 2010 08:29:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gabor Steingart</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Freitag, den 5. März 2010
Der National Press Club hat zum Mittagessen mit dem ehemaligen Gouverneur von Massachusetts Mitt Romney geladen. Offiziell stellt der Republikaner sein neues Buch vor, in Wahrheit aber testet er das Wasser für eine erneute Präsidentschaftskandidatur. Bei den Konservativen hat es durchaus Tradition sich mehrfach zu bewerben, auch Bush Senior, Nixon und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.gaborsteingart.com/wp-content/uploads/mittromney1.jpg" alt="mittromney" title="mittromney" width="200" height="226" class="alignleft size-full wp-image-3096" /><span style="font-family:Georgia,'Times New Roman',Times,serif;color:#AC000B;font-weight:bold;">Freitag, den 5. März 2010</span><br />
Der National Press Club hat zum Mittagessen mit dem ehemaligen Gouverneur von Massachusetts Mitt Romney geladen. Offiziell stellt der Republikaner sein neues Buch vor, in Wahrheit aber testet er das Wasser für eine erneute Präsidentschaftskandidatur. Bei den Konservativen hat es durchaus Tradition sich mehrfach zu bewerben, auch Bush Senior, Nixon und McCain haben es erst im zweiten Anlauf zum Präsidentschaftskandidaten gebracht.<br />
Barack Obama steht in der Gunst der Wähler momentan eher schlecht da und Mitt Romney liegt in den parteiinternen Umfragen vor Sarah Pallin. Das garantiert ihm eine gewisse Aufmerksamkeit an diesem Tag. Doch der Mann kann nicht aus seiner Haut. Wohlwollend gesprochen ist er besonnen und abgewogen. Deutlicher gesagt: Er ist langweilig. Er will sich vor allem nicht festlegen. Er ist gegen die Gesundheitsreform der Demokraten, aber er kann nicht so recht erklären, warum. Er ist gegen eine Kooperation mit der regierenden Adminstration, grenzt sich aber von den Krawallbrüdern der eigenen Partei ab. Als ich zum Essen komme, bin ich entschlossen eine West-Wing-Kolumne für Spiegel-Online zu schreiben. Aber ich kann nicht. Mein Block ist, von ein paar Strichmännchen abgesehen, leer. </p>
]]></content:encoded>
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		<title>New York: Robert Rubin</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Apr 2010 08:20:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gabor Steingart</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Dienstag, den 2. März 2010
Der ehemalige Finanzminister Robert Rubin und heutige Bank-Aufsichtsrat ist in ein kleines New Yorker Theater gekommen, um mit dem Intellektuellen Sebastion Mallaby, Buchautor und Direktor eines Think Tanks in Washington, über die Folgen der Finanzkrise zu sprechen. Rubin ist erkennbar aufgewühlt von den Ereignissen an der Wall Street und ihren Folgen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.gaborsteingart.com/wp-content/uploads/robert-rubin.jpg" alt="robert-rubin" title="robert-rubin" width="200" height="288" class="alignleft size-full wp-image-3089" /><span style="font-family:Georgia,'Times New Roman',Times,serif;color:#AC000B;font-weight:bold;">Dienstag, den 2. März 2010</span><br />
Der ehemalige Finanzminister Robert Rubin und heutige Bank-Aufsichtsrat ist in ein kleines New Yorker Theater gekommen, um mit dem Intellektuellen Sebastion Mallaby, Buchautor und Direktor eines Think Tanks in Washington, über die Folgen der Finanzkrise zu sprechen. Rubin ist erkennbar aufgewühlt von den Ereignissen an der Wall Street und ihren Folgen für die Staatsfinanzen. Der Staatshaushalt Amerikas befinde sich in einer &#8220;schrecklichen Verfassung&#8221;, sagt er. Es bestehe noch immer die &#8220;reale Gefahr&#8221;, dass die Wirtschaft in eine weltweite Rezession absinke. Die Regierung sei mit ihren Rettungsaktionen, die er im Prinzip begrüsst, bis an den Rand des Möglichen gegangen &#8211; und zum Teil wohl auch darüber hinaus. &#8220;Aus der Bankenkrise kann schnell eine Krise der Währungen und der Staatsanleihen werden&#8221;, sagte er. Die Zuschauer sind so betroffen, dass sie am Ende des Abends fast das Klatschen vergessen. </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Schweizer Bankgeheimnis: Einer gegen alle</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Feb 2010 11:15:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gabor Steingart</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Dienstag, den 16. Februar 2010
Bekannt ist: In der Schweiz wird gegen Deutschland gewütet, weil die Berliner Regierung beschlossen hat die Steuersünder-CD zu erwerben. Weniger bekannt ist: Ein Schweizer hat den Mut, seinen Landsleuten zu widersprechen. Der Publizist des Ringier-Verlages Frank A. Meyer begründet &#8211; ausgerechnet im Interview mit Ringier-Geschäftsführer Marc Walder &#8211; seine auch von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.gaborsteingart.com/wp-content/uploads/walder-meyer-xs.png" alt="walder-meyer-xs" title="walder-meyer-xs" width="140" height="283" class="alignleft size-full wp-image-3021" /><span style="font-family:Georgia,'Times New Roman',Times,serif;color:#AC000B;font-weight:bold;">Dienstag, den 16. Februar 2010</span><br />
Bekannt ist: In der Schweiz wird gegen Deutschland gewütet, weil die Berliner Regierung beschlossen hat die Steuersünder-CD zu erwerben. Weniger bekannt ist: Ein Schweizer hat den Mut, seinen Landsleuten zu widersprechen. Der Publizist des Ringier-Verlages Frank A. Meyer begründet &#8211; ausgerechnet im Interview mit Ringier-Geschäftsführer Marc Walder &#8211; seine auch von den Konzernblättern abweichende Meinung. Zu besichtigen ist ein bemerkenswertes Dokument von Zivilcourage &#8211; und von innerer Pressefreiheit.</p>
<div style="padding-top:36px;padding-bottom:16px;"><strong>ÜBER ANGST, WUT UND SÜNDENBÖCKE</strong></div>
<div><em>Marc Walder, 44, ist Geschäftsführer von Ringier Schweiz<br />
Frank A. Meyer, 66, arbeitet als Journalist im Hause Ringier</em></div>
<p><strong>Sagen Sie mal, Frank A. Meyer, Sie geben den Deutschen recht, wenn sie CDs mit geklauten Schweizer Kontodaten kaufen. Was meinen eigentlich Ihre Leser dazu?</strong><br />
Ich bin dafür, dass die Deutschen kaufen, was ihnen ohnehin gehört.Die Daten sind der Schlüssel zu riesigen Summen hinterzogener Steuern – also zu Diebesgut, das Schweizer Banken als Hehler verwalten, unter dem Deckmantel des Bankgeheimnisses.</p>
<p><strong>Und? Erhalten Sie nun viele Rückmeldungen?</strong><br />
Es sind auffallend wenige, und meistens sind es Beschimpfungen. Aus der rechten Ecke kommt natürlich die peinlichste Post. Aber daran habe ich mich längst gewöhnt. Ich kämpfe schon seit zwanzig Jahren gegen das Bankgeheimnis für Steuerbetrüger aus dem Ausland.</p>
<p><strong>Aber sind die Reaktionen nicht verständlich? Auch die<br />
offizielle Schweiz wehrt sich ja heftig gegen den Datenklau.</strong><br />
Die Reaktionen, leider auch der Schweizer Medien, sind nicht nur heftig, sie sind vulgär: Angela Merkel und Wolfgang Schäuble werden als gesuchte Schwerverbrecher plakatiert. Es wird gefordert, jeden deutschen Minister zu verhaften, der Schweizer Boden betritt. Blocher, der Pate dieses vulgären politischen Milieus, unterstellt der deutschen Kanzlerin mangelhaftes Demokratieverständnis, weil sie ja aus der DDR stamme. Wie immer bei Blocher ist diese Beschimpfung besonders perfide. Angela Merkel weiss im Unterschied zu ihm, was eine Diktatur ist; sie hat sie am eigenen Leib erlebt und ist gerade deshalb eine sehr sensible und unerschütterliche Demokratin.</p>
<p><strong>Reagieren die Schweizer vielleicht deshalb so emotional, weil es um die Deutschen geht?</strong><br />
Lieber Marc Walder, es ist nicht die Reaktion der Schweizer!</p>
<p><strong>Sondern?</strong><br />
Es ist nur die Reaktion der Deutschschweizer. Bei den Deutschschweizern sind seit jeher Angst, Abneigung und Misstrauen im Spiel, wenn es um Konflikte mit dem nördlichen Nachbarn geht. In diesem Reflex schwingen historische Erfahrungen mit, aber auch Minderwertigkeitskomplexe der kleinen Deutschschweiz gegenüber der grössten und politisch wie wirtschaftlich bedeutendsten Nation Europas.</p>
<p><strong>Das erklärt doch nicht den gegenwärtigen Gefühlsausbruch!</strong><br />
Da haben Sie recht. In diesem Amalgam aus Wut und Verwirrung steckt auch eine gewaltige Verunsicherung und vor allem der Unwille, der Wirklichkeit ins Auge zu blicken, die Abwehr jeder Selbstkritik. Es muss ein Schuldiger her, weil man vor der eigenen Schuld die Augen verschliesst. Deutschland eignet sich trefflich zum Sündenbock.</p>
<p><strong>Sie leben ja nun in Deutschland. Wie wird dort diskutiert?</strong><br />
Durch die Fernseh-Talkshows pilgern die Prediger des primitivsten Schweizer Patriotismus. Aber das gefällt polarisierenden Moderatoren wie beispielsweise Frank Plasberg. Denn Talkmaster sind Talkmaster – je lärmiger es zugeht, desto wohler ist ihnen. Ganz anders der Stil in den gedruckten Medien: differenzierte Berichte über das Dilemma der Schweiz, faire bis selbstkritische Kommentare, auch was den Ankauf illegaler Daten betrifft. Das ist ein Klassenunterschied zu den meisten Schweizer Printmedien.</p>
<p><strong>Jetzt sind Sie aber zu hart zur Schweiz!</strong><br />
Ich bin noch nicht fertig: In unserem politischen Diskurs, in unserer Streitkultur, in unserem Umgang mit den andern müssen wir dringend europäisches Niveau entwickeln. Im Fussball scheint uns das schon zu gelingen. Das stimmt mich hoffnungsfroh &#8230;</p>
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		<title>Vorbild China</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Feb 2010 10:59:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gabor Steingart</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Montag, den 15. Februar 2010
Viele China-Experten haben sich geirrt. Das Reich der Mitte will kein zweites Amerika werden. Mit dem Aufstieg zur Wirtschaftsgrossmacht ist nicht eine Annährung an die amerikanische Grossmacht erfolgt. Die Konvergenz-Theorie scheint damit widerlegt. In der Aussenpolitik &#8211; vor allem wenn es um den Umgang mit Iran, Nordkorea, Tibet und Taiwan geht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family:Georgia,'Times New Roman',Times,serif;color:#AC000B;font-weight:bold;">Montag, den 15. Februar 2010</span><br />
Viele China-Experten haben sich geirrt. Das Reich der Mitte will kein zweites Amerika werden. Mit dem Aufstieg zur Wirtschaftsgrossmacht ist nicht eine Annährung an die amerikanische Grossmacht erfolgt. Die Konvergenz-Theorie scheint damit widerlegt. In der Aussenpolitik &#8211; vor allem wenn es um den Umgang mit Iran, Nordkorea, Tibet und Taiwan geht &#8211; könnten die Meinungsunterschiede mit dem Westen kaum grösser sein. Das neue China ist nicht weniger agressiv als das alte. In der Finanzpolitik hingegen kann der Westen von den Chinesen einiges lernen. Dazu habe ich heute einen Kommentar auf Spiegel-Online geschrieben.</p>
<p><img src="http://www.gaborsteingart.com/wp-content/uploads/hu-jintao-barack-obama.jpg" alt="hu-jintao-barack-obama" title="hu-jintao-barack-obama" width="271" height="200" class="alignleft size-full wp-image-2983" /></p>
<p><img src="http://www.gaborsteingart.com/wp-content/uploads/spiegelonline_logo.png" alt="spiegelonline_logo" title="spiegelonline_logo" width="271" height="36" class="alignnone size-full wp-image-3014" /></p>
<p><strong>SUPERMACHT MIT SUPERSCHULDEN</strong></p>
<p><em>Von Gabor Steingart, Washington</em><br />
<strong><br />
Das haben sich die USA selbst eingebrockt: Mit Hingabe haben sie Geld verprasst, das sie sich in Peking geliehen haben. Jetzt wettert Obama gegen die chinesische Geldpolitik, dabei sollte er lieber das Geschick der neuen Weltmacht anerkennen. Und seiner Nation endlich das Sparen beibringen.</strong></p>
<p>Es ist wichtig, Freunde zu haben, heißt es immer wieder. In der Politik aber ist es genauso wichtig, Feinde zu haben. Gegnerschaft verbindet.<br />
<a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,676983,00.html#ref=top" target="_blank"> >> Weiterlesen</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wie tapfer sind die Amerikaner?</title>
		<link>http://www.gaborsteingart.com/2010/02/16/wie-tapfer-sind-die-amerikaner/</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Feb 2010 10:45:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gabor Steingart</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Donnerstag, den 11. Februar 2010
In Washington herrscht weiter der Ausnahmezustand. Die Washington Post empfindet die weisse Pracht als &#8220;Snowmagadon&#8221;. Schulen und Behörden haben seit Beginn des Flockenfalls die Arbeit eingestellt, die Arbeiter der Stromwerke offenbar auch. 35.000 Haushalte sind seit Tagen ohne Elektrizität.
Addiert man die gesetzlichen Feiertage und die arbeitsfreien &#8220;Snow Days&#8221; übertrifft die US-Hauptstadt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family:Georgia,'Times New Roman',Times,serif;color:#AC000B;font-weight:bold;">Donnerstag, den 11. Februar 2010</span></p>
<p><img src="http://www.gaborsteingart.com/wp-content/uploads/gabor-steingart-schnee.jpg" alt="gabor-steingart-schnee" title="gabor-steingart-schnee" width="150" height="200" class="alignleft size-full wp-image-2976" /><img src="http://www.gaborsteingart.com/wp-content/uploads/juergen-ruettgers.jpg" alt="juergen-ruettgers" title="juergen-ruettgers" width="150" height="200" class="alignleft size-full wp-image-2977" />In Washington herrscht weiter der Ausnahmezustand. Die Washington Post empfindet die weisse Pracht als &#8220;Snowmagadon&#8221;. Schulen und Behörden haben seit Beginn des Flockenfalls die Arbeit eingestellt, die Arbeiter der Stromwerke offenbar auch. 35.000 Haushalte sind seit Tagen ohne Elektrizität.</p>
<p>Addiert man die gesetzlichen Feiertage und die arbeitsfreien &#8220;Snow Days&#8221; übertrifft die US-Hauptstadt die deutschen Urlaubsweltmeister um Längen. Der amerikanische Sozialstaat ist grösser als es die Statistiken ausweisen.</p>
<p>Auffällig: Alle meine Termine mit Amerikanern werden heute abgesagt.<br />
Einer schreibt:  &#8220;Hi, Gabor….well, welcome to the blizzard! I guess we are snowed out tonight. Even if I wanted to brave the elements with my 4wd, I don’t think I would make it.&#8221;<br />
Ein anderer: &#8220;Gabor, We are not able to get out of the driveway yet. I am assuming we will be by the end of the day today. Will keep you posted about my availability tomorrow.&#8221;</p>
<p>Die Termine mit meinen deutschen Landsleuten dagegen finden ordnungsgemäss statt. Der in Washington weilende Prof. Zimmermann, Präsident des DIW, schlägt sich trotz Schneeverwehungen durch. Auch das für 8:30 verabredete Frühstück mit Jürgen Rüttgers findet statt. Wir freuen uns über das nun gänzlich weisse Weiße Haus  &#8211; und schmunzeln über die Amerikaner. Der  NRW-Ministerpräsident, der jedes Jahr in die USA kommt um sich einen Eindruck vom Zustand der Supermacht zu verschaffen, hat mehr Zeit in Washington als gedacht. Sein Termin in Los Angeles mit Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger fällt aus &#8211; wegen Schneefall.   </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>KISS-Rocker gegen FED-Langweiler</title>
		<link>http://www.gaborsteingart.com/2010/02/10/kiss-rocker-gegen-fed-langweiler/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 09:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gabor Steingart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mittwoch, den 10. Februar 2010
Diesen Kunden mögen die Konzernchefs nicht sonderlich:  Ben Bernanke, Chef der US-Notenbank, ist seit Jugendtagen (siehe Schwarz-Weiß-Bild) bekennender Dr. Pepper Trinker. Die klebrige Kirsch-Brause wirkt damit heute noch älter als alt. Bernanke ist zwar klug, aber nicht cool. Eine neue Werbekampagne soll die Softdrink-Brause nun verjüngen. Dafür wurde die Hardrockband [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family:Georgia,'Times New Roman',Times,serif;color:#AC000B;font-weight:bold;">Mittwoch, den 10. Februar 2010</span><br />
Diesen Kunden mögen die Konzernchefs nicht sonderlich:  Ben Bernanke, Chef der US-Notenbank, ist seit Jugendtagen (siehe Schwarz-Weiß-Bild) bekennender Dr. Pepper Trinker. Die klebrige Kirsch-Brause wirkt damit heute noch älter als alt. Bernanke ist zwar klug, aber nicht cool. Eine neue Werbekampagne soll die Softdrink-Brause nun verjüngen. Dafür wurde die Hardrockband Kiss engagiert, deren Mitglieder zwar auch schon im Rentneralter sind, aber in den USA derzeit ein Comeback erleben. Gemessen am Alter von Dr. Pepper ist allerdings auch Bernake ein Jüngling. Die Brause wurde 1885 erfunden, noch vor Coca Cola.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2848" title="bernanke" src="http://www.gaborsteingart.com/wp-content/uploads/bernanke.jpg" alt="bernanke" width="132" height="200" /><img class="alignleft size-full wp-image-2849" title="0,1020,656132,00" src="http://www.gaborsteingart.com/wp-content/uploads/0102065613200.jpg" alt="0,1020,656132,00" width="248" height="200" /><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="300" height="200" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/2tuS7Yap0KY&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="300" height="200" src="http://www.youtube.com/v/2tuS7Yap0KY&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Sozialkrise in den USA: Hungrige Kinder</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 15:17:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gabor Steingart</dc:creator>
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Dienstag, den 9. Februar 2010
Die Rezession ist technisch beendet, sagt die amerikanische Notenbank. Menschlich aber nicht, müsste man hinzufügen. Seit der Great Depression in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts haben noch nie so viele Amerikaner von Lebensmittelmarken gelebt wie heute. Jeder 1o. Erwachsene und jedes 8. Kind müssen aus dem Staatshaushalt ernährt werden, wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.gaborsteingart.com/wp-content/uploads/sozialkrise_2.jpg" alt="sozialkrise_2" title="sozialkrise_2" width="123" height="150" class="alignleft size-full wp-image-2828" /><img src="http://www.gaborsteingart.com/wp-content/uploads/sozialkrise_1.jpg" alt="sozialkrise_1" title="sozialkrise_1" width="200" height="150" class="alignleft size-full wp-image-2829" /></p>
<p><span style="font-family:Georgia,'Times New Roman',Times,serif;color:#AC000B;font-weight:bold;">Dienstag, den 9. Februar 2010</span><br />
Die Rezession ist technisch beendet, sagt die amerikanische Notenbank. Menschlich aber nicht, müsste man hinzufügen. Seit der Great Depression in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts haben noch nie so viele Amerikaner von Lebensmittelmarken gelebt wie heute. Jeder 1o. Erwachsene und jedes 8. Kind müssen aus dem Staatshaushalt ernährt werden, wie die Regierung heute meldet.</p>
<p>In den Schlafunterkünften von Staat und Kirchen ist es eng geworden. Nicht nur in Not geratene Menschen, sondern auch zahlreiche Flöhe haben sich bei der Kälte dort eingenistet.  Kürzlich besuchte ich die Bowery Mission in New York, um mir ein realistisches Bild von den Zuständen zu verschaffen. Das bekam ich. Auf dem Rückweg krabbelte es auf Kopf und Rücken. </p>
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