06.04.2010
Mitt Romney: Frontrunner und Langweiler
Freitag, den 5. März 2010
Der National Press Club hat zum Mittagessen mit dem ehemaligen Gouverneur von Massachusetts Mitt Romney geladen. Offiziell stellt der Republikaner sein neues Buch vor, in Wahrheit aber testet er das Wasser für eine erneute Präsidentschaftskandidatur. Bei den Konservativen hat es durchaus Tradition sich mehrfach zu bewerben, auch Bush Senior, Nixon und McCain haben es erst im zweiten Anlauf zum Präsidentschaftskandidaten gebracht.
Barack Obama steht in der Gunst der Wähler momentan eher schlecht da und Mitt Romney liegt in den parteiinternen Umfragen vor Sarah Pallin. Das garantiert ihm eine gewisse Aufmerksamkeit an diesem Tag. Doch der Mann kann nicht aus seiner Haut. Wohlwollend gesprochen ist er besonnen und abgewogen. Deutlicher gesagt: Er ist langweilig. Er will sich vor allem nicht festlegen. Er ist gegen die Gesundheitsreform der Demokraten, aber er kann nicht so recht erklären, warum. Er ist gegen eine Kooperation mit der regierenden Adminstration, grenzt sich aber von den Krawallbrüdern der eigenen Partei ab. Als ich zum Essen komme, bin ich entschlossen eine West-Wing-Kolumne für Spiegel-Online zu schreiben. Aber ich kann nicht. Mein Block ist, von ein paar Strichmännchen abgesehen, leer.









