16.02.2010
Vorbild China
Montag, den 15. Februar 2010
Viele China-Experten haben sich geirrt. Das Reich der Mitte will kein zweites Amerika werden. Mit dem Aufstieg zur Wirtschaftsgrossmacht ist nicht eine Annährung an die amerikanische Grossmacht erfolgt. Die Konvergenz-Theorie scheint damit widerlegt. In der Aussenpolitik – vor allem wenn es um den Umgang mit Iran, Nordkorea, Tibet und Taiwan geht – könnten die Meinungsunterschiede mit dem Westen kaum grösser sein. Das neue China ist nicht weniger agressiv als das alte. In der Finanzpolitik hingegen kann der Westen von den Chinesen einiges lernen. Dazu habe ich heute einen Kommentar auf Spiegel-Online geschrieben.

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SUPERMACHT MIT SUPERSCHULDEN
Von Gabor Steingart, Washington
Das haben sich die USA selbst eingebrockt: Mit Hingabe haben sie Geld verprasst, das sie sich in Peking geliehen haben. Jetzt wettert Obama gegen die chinesische Geldpolitik, dabei sollte er lieber das Geschick der neuen Weltmacht anerkennen. Und seiner Nation endlich das Sparen beibringen.
Es ist wichtig, Freunde zu haben, heißt es immer wieder. In der Politik aber ist es genauso wichtig, Feinde zu haben. Gegnerschaft verbindet.
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