02.02.2010
USA/Europa: Wer hat das Sagen?

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Dienstag, den 2. Februar 2010
US-Präsident Obama hat angekündigt, nicht am grossen EU-Gipfel in Madrid teilzunehmen. Die Europäer fühlen sich brüskiert. Sie seien selber schuld, schreibt das “Wall Street Journal” weil immer unklarer sei, wer in Europa das Sagen habe, der neu installierte EU-Präsident, der Präsident der EU-Komission, der Ratsvorsitzende (ein Posten, der alle 6 Monate von einem Regierungschef zum nächsten wechselt). Dabei hängt die Absage Obamas weniger mit den Zuständen in Europa als mit der Lage in Amerika zusammen. Hier ist nur einer “in charge”, der Präsident. Der aber muss Krieg führen, Terroristen vom Besteigen amerikanischer Flugzeuge abhalten, die Steuern der Reichen erhöhen, Wall Street zur Vernunft bringen, die Gesundheitsversicherung einführen, die Arbeitslosigkeit bekämpfen, die nächsten Wahlen gewinnen und die Grobheiten der Republikaner erwidern. Das ist zuviel für einen. Deshalb bleibt er zuhause. Europa sollte nachsichtig sein – und den Amerikanern selbstbewußt vielleicht eine Dreifach-Führung empfehlen. Or to say it in English: Your president has too much on his plate.







