24.01.2010
Die Schonfrist für Obama ist abgelaufen
Sonntag, den 24.1.2010
Ein Jahr lang galt es unter Demokraten als unfein, den amerikanischen Präsidenten Barack Obama “naiv” oder “unerfahren” zu nennen. Diese Schonfrist ist heute abgelaufen.
James Carville, der grosse Stratege hinter den Wahlsiegen von Bill Clinton, bescheinigt dem 44. Präsidenten in einem Kommentar für die “Financial Times” die politische Lage in Amerika grundlegend falsch eingeschätzt zu haben. Er habe geglaubt mit Worten könne er die Spielregeln von Washington ändern: “Es war erfrischend naiv von ihm an seine eigene Rethorik zu glauben”. Er meinte, nur weil er ein Change-Kandidat war, könne er Washington verändern. Niemand kann Washington ändern, sagt Carville, und das bedeutet, Obama müsse endlich nach den geltenden Regel des Machtpolitik arbeiten, die von Interessen dominiert wird und nicht von guten Absichten.







